Wie digital ausgereift ist Ihr Unternehmen? | Jetzt 5-Minuten-Bewertung starten

Die Auswirkungen der europäischen Cyber-Bedrohung auf die Industrie

cyberattack

Cyberangriffe werden immer schwerwiegender und häufiger, wobei Europa Mühe hat, Schritt zu halten. 

Hospitals are being forced offline. Power grids are being targeted. Elections interfered with. These aren’t isolated IT issues, they’re operational shutdowns, showing just how quickly cyber incidents can bring critical services to a standstill.

Krankenhäuser werden gezwungen, ihre Systeme offline zu schalten. Stromnetze geraten ins Visier. Wahlen werden manipuliert. Dabei handelt es sich nicht um isolierte IT-Probleme, sondern um Betriebsausfälle, was zeigt, wie schnell Cybervorfälle kritische Dienste zum Erliegen bringen können.

Juhan Lepassaar, Executive Director der EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA), brachte das Ausmaß der Bedrohung für Europa deutlich auf den Punkt:

„Wir holen nicht auf. Wir verlieren – und zwar massiv.“

Das Tempo zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Was einst als geringes digitales Risiko galt, ist heute ein europaweites Geschäftsproblem – und Industrieunternehmen zahlen den Preis.

Hersteller und Großhändler sind auf ständig online geschaltete Systeme, eng vernetzte Lieferketten und genaue Echtzeitdaten angewiesen. Eine Beeinträchtigung dieser Systeme hat zur Folge, dass sich die Produktion verlangsamt, Lieferungen eingestellt werden und das Vertrauen der Kunden schwindet. Dennoch versuchen viele Unternehmen, Cyberangriffe abzuwehren, während sie gleichzeitig mit Altsystemen, fragmentierten Daten und begrenztem internen Fachwissen kämpfen.

Europas industrieller Mittelstand spürt die Belastung – und die Daten belegen das.

Cybersicherheit ist heute die wichtigste strategische Priorität für mittelständische Industrieunternehmen in Europa, noch vor Digitalisierung und Ablösung bestehender ERP-Systeme. 

Gleichzeitig nennen 42 % die Cybersicherheit als die größte Lücke bei ihren digitalen Fähigkeiten. Damit ist dies die am stärksten mangelnde Fähigkeit in der Branche. Während Unternehmen zur Unterstützung auf neue Technologien setzen, glauben bereits 30 %, dass KI ihren größten Nutzen in den Bereichen Cybersicherheit und Risikoerkennung entfalten wird.

Die Botschaft ist einfach: Unternehmen wissen, dass Sicherheit wichtig ist. Doch viele verfügen noch nicht über die erforderlichen Mittel, um sich wirksam zu schützen.

Industrieunternehmen sind besonders stark gefährdet

Im Gegensatz zu rein digitalen Betrieben sind Industrieunternehmen sowohl in physischen als auch digitalen Umgebungen tätig. Produktionsflächen, Lager, Logistiknetze und Backoffice-Systeme sind zunehmend miteinander verbunden.

Diese Konnektivität bietet enorme Chancen, vergrößert aber auch die Angriffsfläche.

Hinzu kommen wachsende Compliance-Anforderungen in Bezug auf Datenschutz, Umweltberichterstattung und Produktrückverfolgbarkeit, wodurch der Druck weiter zunimmt. Bei der Sicherheit geht es heute nicht nur darum, Eingriffe zu stoppen. Es geht darum, den Betrieb zu schützen, das Vertrauen der Aufsichtsbehörden zu sichern und das Geschäft aufrechtzuerhalten.

Die nüchterne Realität ist: Die Hälfte der Unternehmen berichtet, in den letzten 12 Monaten eine Verletzung ihrer Cybersicherheit bzw. einen Angriff auf diese erlebt zu haben. 

Für viele heißt die Frage nicht mehr, ob es zu Störungen kommt, sondern wann.

Bewusstsein ist nicht dasselbe wie Bereitschaft

Der europäische industrielle Mittelstand ist sich des Ausmaßes der Herausforderung durchaus bewusst. 

Cybersicherheit steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Kompetenzlücken werden weithin eingestanden. Die Investitionen in Technologie steigen. Die Umsetzung bleibt jedoch schwierig.

Nicht verbundene Systeme erschweren die Transparenz. Veraltete ERP-Plattformen bremsen den Fortschritt. Mangelnde Kompetenzen in den Bereichen Cybersicherheit, ERP und KI überlasten die Teams. Gleichzeitig entwickeln sich die Anforderungen an die Compliance weiter.

Das Wissen um die eigene Gefährdung bedeutet nicht automatisch, vorbereitet zu sein. Genau hier stehen heute viele Unternehmen: zwischen wachsenden Bedrohungen und digitalen Grundlagen, die für ein solches Maß an Komplexität nicht ausgelegt sind.

Die nächste Frage ist unausweichlich: Wenn traditionelle Sicherheitsansätze nicht mehr ausreichen, wie sieht dann ein resilienteres Modell tatsächlich aus?